Beschreibung
PEG-MGF (Pegylated Mechano-Growth Factor)
Synthetische bioaktive Polyethylenglykol-konjugierte C-terminale Peptid-Isoform des IGF-1 (PEG-IGF-1Ec / E-Peptid) für die In-vitro-Forschung zur verlängerten biologischen Stabilität, Satellitenzell-Aktivierung, Kardioprotektion und parakrinen Signalgebung
Überblick und Wirkmechanismus (In Vitro)
PEG-MGF (Pegylierter Mechano-Growth Factor / Pegyliertes IGF-1Ec-Fragment) ist eine synthetische C-terminale Peptidsequenz des humanen MGF (entsprechend den Aminosäuren 24–45 der IGF-1Ec E-Domäne), die am N-Terminus kovalent mit einer Polyethylenglykol-Kette modifiziert ist (Pegylierung). Während unmodifiziertes MGF in Zellkulturmedien aufgrund rascher enzymatischer Proteolyse eine Halbwertszeit von nur wenigen Minuten aufweist, bildet die Pegylierung eine schützende Hydrathülle. Dies hemmt den enzymatischen Abbau, erhöht die molekulare Stabilität im Medium drastisch und ermöglicht eine kontinuierliche Signalübertragung:
- Kontinuierliche Aktivierung und Expansion von Satellitenzellen: Gewährleistet eine anhaltende Stimulation ruhender myogener Stammzellen (Satellitenzellen) in geschädigten oder mechanisch beanspruchten Muskelzellkulturen in vitro.
- Spezifische Signalübertragung der E-Domäne: Aktiviert intrazelluläre Kaskaden (wie Akt/mTOR und ERK1/2) über spezifische E-Domänen-Bindungsstellen unabhängig vom klassischen IGF-1-Rezeptor (IGF-1R), ohne Kreuzreaktion mit dem Insulinrezeptor.
- Kardiound Neuroprotektion in vitro: Schützt Kardiomyozyten und neuronale Zellpopulationen vor oxidativem Stress, Hypoxieschäden und Apoptose durch Nährstoffentzug.
- Extrazelluläre Matrixremodellierung: Reguliert gewebespezifische Reparaturfaktoren, vermindert Marker zellulärer Seneszenz und unterstützt die Lebensfähigkeit von Vorläuferzellen in Langzeit-Zellkulturexperimenten.
Technische und chemische Spezifikationen
- Klassifikation: Forschungspeptid / Pegyliertes C-terminales IGF-1Ec-Fragment (PEG-MGF)
- Aminosäuresequenz: PEG-Tyr-Gln-Pro-Pro-Ser-Thr-Asn-Lys-Asn-Thr-Lys-Ser-Gln-Arg-Arg-Lys-Gly-Ser-Thr-Phe-Glu-Glu-His-Lys-NH2
- Modifikation: Kovalent gebundenes lineares Polyethylenglykol (typischerweise PEG 2 kDa bzw. chargenspezifisch) am N-Terminus
- Form: Steriles lyophilisiertes weißes Pulver (Lyophilisat)
- Komponentenidentifikation: Mittels MALDI-TOF-Massenspektrometrie und analytischer HPLC verifiziert
- Empfohlenes Rekonstitutionsmedium: Steriles bakteriostatisches Wasser oder phosphatgepufferte Kochsalzlösung (PBS, pH 7,2–7,4)
- Lagerungsbedingungen: Langfristig bei -20 °C trocken und lichtgeschützt lagern. Nach der Rekonstitution bei 2–8 °C im Laborkühlschrank gemäß Standardprotokollen aufbewahren.
Wissenschaftliche Literatur & Referenzen
- Dluzniewska, J., et al. A strong neuroprotective effect of MGF E-peptide in in vitro and in vivo models of cerebral ischemia. The FASEB Journal, 2005.
- Goldspink, G., et al. Pegylated IGF-I E-peptide exhibits extended bioactivity and promotes muscle stem cell proliferation. Biochemical Society Transactions, 2007.
- Mills, P., et al. Mechanical stimulus and the regulation of MGF splice variants: Effects of pegylation on functional longevity. Journal of Applied Physiology, 2008.
- Carpenter, V., et al. Cardioprotective properties of the IGF-1Ec C-terminal fragment under simulated hypoxic stress. Cardiovascular Research, 2009.
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